The Sentinel

von mac in der Kategorie Single Player 
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Hektik kommt auf! Ich stehe in einer Schlucht, weiß der Wächter wird mich gleich sehen. Ich sehe, dass er sich nur noch wenig drehen muss bis er mich sieht. Es gibt auf die Schnelle aber keinen Ausweg, es fehlt an Energie. Ich höre wie sich der Wächter dreht. Schnell einfach nur ein Stück weiter und etwas Zeit schinden,vielleicht finde ich ein paar Bäume zum absorbieren, etwas Energie um aus der Schlucht zu kommen. Der Alarm! Er hat mich gesehen und absorbiert meine Energie…

So oder so ähnlich verlaufen die Level in The Sentinel. Es gab einige Spiele mit diesem Namen, ich rede vom 1986 bei Firebird erschienen Spiel für die damals bekannten Homecomputer wie C64, Schneider CPC und so weiter. Später wurde es auch für Amiga, Atari ST und den PC umgesetzt. Konsolenversionen gab es nur wenige wegen der etwas umfangreicheren Steuerung die ausschließlich über die Tastatur erfolgt.

Eigentlich ist The Sentinel ein modernes Versteckspiel bei dem es darum geht den Wächter zu absorbieren bevor er Dich absorbiert. Die Welt besteht aus einer dreidimensionalen großen schachbrettähnlichen Landschaft mit Bergen und Tälern in der man selbst mit seinem Robotor irgendwo im Tal startet während sich The Sentinel, also der Wächter, irgendwo weit oben um seine eigene Achse dreht und so immer einen Bereich der Landschaft überblickt. Wenn er freien Blick auf euren Roboter hat ertönt bei euch Alarm und Ihr verliert langsam Energie die vom Sentinel absorbiert wird. Jetzt heißt es so schnell wie möglich verschwinden und das geht nur mit Energie. Mit Hilfe von Blöcken könnt Ihr euren Roboter aus dem Tal bekommen indem auf den Block ein Roboter gebaut wird.

Das Energieprinzip wird in The Sentinel vollständig eingehalten. Die Energie in einer Welt bleibt immer gleich, sie taucht nur in verschiedenen Formen auf. Blöcke, Roboter und Bäume können  absorbiert und auch wieder erstellt werden.

Zu Beginn absorbiert man also zuerst mal Bäume um sein Energiekonto aufzufüllen. Dann arbeitet man sich im dreidimensionalen Gebirge mit Hilfe von Blöcken nach oben. Das alles natürlich immer unter Berücksichtigung des Wächters der Dich jederzeit erspähen kann.

Hat er Dich erstmal gesehen heisst es verschwinden. Einen Roboter bauen und hinein beamen und sehen was noch vom vorherigen Roboter übrig ist, auch diesen kann man durch Absorbieren in Energie verwandeln.

Ist man endlich hoch genug wird der Wächter absorbiert. Dabei muss man so hoch sein, dass man die Bobenplatte auf der der Wächter steht sieht. Nur dann kann man ihn absorbieren. Um den Level abzuschliessen wird ein Roboter auf der Wächterplattform erstellt und sich hineingebeamt. In späteren Levels gibt es auch mal mehrere Wächter die zwar nicht alle absorbiert werden müssen, aber das Hocharbeiten zum Oberwächter erschweren. Außerdem ist jeder Wächter auch Energie.

Die Steuerung von The Sentinel ist etwas komplexer und erfolgt komplett mit der Tastatur. Man steuert dabei nicht seinen eigenen Roboter sondern die Ansicht aus der Ego-Perspektive. Mit einem Fadenkreuz wählt man eine Plattform aus auf der man Blöcke und Roboter mit bestimmten Tasten erstellen möchte und beamt sich wieder mit einer Taste in diesen neuen Roboter.

Ich habe The Sentinel früher auf einem Schneider CPC gespielt und war begeistert und bin es auch heute noch, auch wenn ich nicht genau sagen kann was so faszinierend an The Sentinel ist. Mir macht es einfach Spaß mich durch bauen und absorbieren durch die 3D-Landschaft zu bewegen und mich zum Sentinel hoch zu arbeiten immer unter dem Druck jeden Moment entdeckt zu werden. Man schaut gelegentlich zum Sentinel hoch um zu sehen ob er sich nicht gleich zu einem selbst dreht. Manchmal muss man erst einige Bäume absorbieren um genug Energie zu haben um auf die nächste Gebirgsebene zu kommen. Und manchmal muss man sich einfach retten so schnell es geht bevor The Sentinel die letzte Energie absorbiert.

Ich finde The Sentinel heute wie damals spannend. Es hat einen hohen ‘Nur noch ein Spiel’-Faktor. Und deshalb muss ich jetzt noch ein Spiel machen. Naja, vielleicht auch zwei…

Adventure (VCS Atari 2600)

von humbug in der Kategorie Single Player 
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Mein erstes Videospielsystem war, mal abgesehen von dem klassischen TV-Pong mit den Drehreglern, ein VCS 2600 von Atari. Es war noch die Ausgabe mit einer Holzblende an der Front. Und “Adventure” war wohl das Spiel, das erstmals meinen Hunger nach Rollenspiel, Abenteuer und klingenden Schwerter entfachte, stillte und gleichzeitig noch größer machte.

Die Story ist klassisch: der Goldene Kelch des Königs wurde von einem bösen Magier aus dem goldenen Schloss entwendet. Unser Held, dargestellt als fürchterlich eindrucksvolles…Quadrat, hat die Aufgabe den Kelch zurückzubringen. Es gibt einige Hürden, die sich dem Held auf der Suche nach dem Kelch in den Weg stellen. Labyrinthe, stockdunkle und sich verändernde Räume und vor allem drei Drachen. Diese unterscheiden sich in der Farbe und in ihrer Gefährlichkeit: Yorgle (gelb), Grundle (gün) und der angsteinflößende Rhindle (rot).

Im Land von Adventure gibt es verschieden farbige Schlösser, sprich Burgen. Diese zu Öffnen ist vorrangiges Ziel, da dort wichtige Dinge versteckt sind. Zum Beispiel ein Schwert zum Töten der Drachen, eine Art Brücke mit der man durch Wände gehen kann um Hindernisse oder Labyrinthe zu überwinden und natürlich der goldene Kelch selbst. Die Schlüssel für die Burgen sind überall verteilt und werden oft von einem der Drachen beschützt. Diesen (ohne Schwert) auszuweichen ist tricky, vor allem weil sie den Spieler in höheren Schwierigkeitsstufen auch verfolgen. Und wenn der Drache einen einmal richtig erwischt, tja, dann findet man sich im Bauch der Echsenhaut wieder und das war`s. Man düst also als mutiges Ritter-Quadrat durch die verschiedenen Gänge, Räume und Labyrinthe und versucht auf der Suche nach Schlüsseln, Schwert und dem goldenen Kelch den drei Drachen auszuweichen.

Ich kann nicht genau erklären, woher das Spiel seine Faszination nahm, die es auf mich ausübte. Ich denke, dass viel vom Spielspaß nicht durch reinen Konsum des Bildschirmgeschehens in meinem Kopf abgelaufen ist. Es war schon immer ein großer Vorteil in meiner Video- und Computerspielgeschichte, dass mindestens 50% des Spielspaß durch meine eigene Phantasie erzeugt wurde. Auch bei großen Titeln wie der Baldurs Gate oder der Gothic-Reihe, baut sich um die Spielwelt in meinem Kopf vieles herum auf. Das hilft nebenbei auch oft Rätsel, Geheimnisse oder unkonventionelle, von guten Spielen aber auch oft unterstützte Lösungswege zu finden.

Auch wenn sich so mancher vielleicht schwer vorstellen mag, wie man sich in ein Spiel mit so einer Klötzchengrafik “fallen lassen” kann, aber als 12-jähriger, ohne Videospielerfahrung, alleine mit seinem VCS 2600 und dem Modul Adventure in seinem Zimmer – das war toll. Und schon damals verstaubten Arcadehit-Module wie Space Invaders oder Asteroids neben Adventure im Regal.

Mit der genialen Wii und Ihrem Homebrewchannel habe ich mich wieder ausgiebigst Adventure gewidmet und musste festellen, dass es mittlerweile unzählige Hacks, Mods und sogar eine mehr oder weniger offizielle Fortsetzung für das Atari 5200 gibt. Auch für das iPhone ist mittlerweile eine Version erschienen. Über die unten stehenden Links findet Ihr Infos dazu.

Weitere Infos
Infos zu Adventure (inkl. Easter Egg)
Adventure in der Wikipedia
Adventure bei AtariAge
Adventure auf dem iPhone
Adventure II

Kennedy Approach (C64)

von mac in der Kategorie Single Player 
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‘Delta four zero six, descend to two thousand feet.’ kchchchk.
‘Roger!’ kchchchchk.

Einfach geil diese Sprachausgabe, auch heute noch liebe ich sie und ohne diese würde ich dieses Spiel vielleicht gar nicht so oft spielen. Und dieses Spiel entspricht meinen Vorlieben in fast jeder Hinsicht.

In Kennedy Approach übernimmt man die Rolle eines Fluglotsen auf einem amerikanischen Flughafen. Neben einfach nur kreuzenden Flügen muss man auch die Starterlaubnis für startende Flugzeuge geben sowie Flüge zum Flughafen dirigieren und zur Landung freigeben.

Startbildschirm von Kennedy Approach

Startbildschirm von Kennedy Approach

Kennedy Approach hat nicht nur diese coole (und für einen 8-Bit-Homecomputer aus Mitte der 80er wirklich beachtliche) Sprachausgabe sondern auch eine einfache Steuerung und einen angenehm ansteigenden aber auch wählbaren Schwierigkeitsgrad. Ist am Anfang noch eitel Sonnenschein so kann in höheren Leveln auch schonmal ein Gewitter durchziehen, natürlich sollten die Flugzeuge nicht gerade durch diese Wolken gelotst werden. Auch Gebirge sollten nicht zu tief angeflogen werden, eine Kollision mit ihnen hat ebenfalls fatale Folgen.
Man mag sich fragen warum die Piloten nicht mitdenken sondern wie befohlen stur auf den Berg zudüsen anstatt einfach die Maschine hoch zu reissen, aber ehrlich gesagt ist mir das nicht wichtig denn woraus eine heikle Situation entsteht ist letzten Endes egal: ob die Maschine auf den Berg zurast und man versucht dieser im letzten Moment die rettenden Befehle zu geben oder der Pilot würde die Maschine hochreissen und damit wahrscheinlich einem anderen Flugzeug in die Quere kommen, das macht im Spiel keinen grossen Unterschied.

In den unteren Leveln spielt es sich noch locker bis zum Ende der Schicht, in den höheren kommt aber schonmal Hektik auf. Dabei bleibt alles meist sehr übersichtlich.

Spielszene aus kennedy Approach

Spielszene aus kennedy Approach

Weitere Tücken im Spiel sind z. B. auch Kerosinknappheit, angekündigt mit einem in meinen Ohren vorwurfsvollen ‘Delta four zero six, 2 minutes fuel’. Dann sollte man sehen, dass diese Maschine baldmöglichst einen Flughafen ansteuert. Natürlich wirbelt das im schlimmsten Fall die gesamte Planung durcheinander und die vielleicht schon vorhandene Hektik weicht einer leichten Panik. Dann kann man nur noch hoffen, dass man die Sache schnell in den Griff bekommt oder dass die Schicht bald vorbei ist, soll doch der Kollege das Chaos bereinigen.

Kennedy Approach ist für mich ein zeitloser Klassiker. Der Schwierigkeitsgrad steigt angenehm an, die geile Sprachausgabe bei der das technisch vorhandene Rauschen in der 8-Bit-Zeit nur die Originalität steigert, die einfache Steuerung und das planerische Gameplay lassen mich auch heute noch immer wieder eine Runde Flugzeuge dirigieren.

Wer es selbst testen will kann es mit einem C64- oder Atari XL-Emulator tun, muss es aber nicht. Es gibt inzwischen eine fast originalgetreue Version für den PC in bester Homecomputer-Optik, inklusive (meiner Meinung nach gewöhnungsbedürftiger) Maussteuerung. Und das Beste: mit der Sprachausgabe der 8-Bit-Version.

Ich mag diese Fluglotsensimulationen sehr und habe nach Kennedy Approach viele andere getestet aber keines konnte es damit aufnehmen. Auch wer solche Spiele noch nicht gespielt hat sollte es sich mal ansehen, auch heute noch hat es viele Fans und auch einige ‘Neueinsteiger’.

Weitere Infos
Kennedy Approach im C-64 Wiki
Kennedy Approach in der Wikipedia
Kennedy Approach Remake für den PC
Fluglotse für Palm OS

Agent USA (C64)

von humbug in der Kategorie Single Player 
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Agent USA ist eins der C64-Spiele an die ich mich sehr gerne erinnere und das ich heute immer gerne mal wieder anspiele. Eigentlich ist es ein Edu-Titel für Kinder, die mit dem Spiel die Bundesstaaten und Städte Nordamerikas kennenlernen sollen. Ein mutiertes TV-Gerät (genannt die Fuzz-Bomb) infiziert die Menschen Nordamerikas (kleine Beine mit schwarzen Hüten). Diese Männchen verbreiten die Krankheit langsam aber sicher über das ganze Land und das Einzige Gegenmittel sind kleine Kristalle die der Spieler züchten kann.

Und so reist man mit dem Zug durch das Land, züchtet Kristalle, heilt Männchen und versucht die das Unheil verursachende Fuzz-Bomb selbst zu finden. Denn wenn man mit 100 Kristallen gegen sie läuft, hat man gesiegt.

agent_usa

Ich habe das Spiel damals (so mit 15) mit einem Freund in einer Nacht durchgespielt (normale Schwierigkeitsstufe). Irgendwann morgens hatten wir die Fuzz-Bomb besiegt. Durch das Land zu Reisen und langsam immer weiter in infiziertes Gebiet zu reisen, sich dabei selbst nicht anzustecken und trotzdem Kristalle zu züchten hat was sehr spannendes und herausforderndes. Der gleiche Freund von damals und ich haben vor ca. zwei Monaten noch einmal den C64 vom Speicher geholt und ein paar Games gezockt. Komischerweise schafften wir die Fuzz-Bomb diesmal auf der normalen Schwierigkeitsstufe innerhalb einer Stunde. Den höheren Level (fühlt sich hart an) werde ich mir irgendwann mal vorknöpfen 🙂

Übrigens, für alle, die es mit einem C64-Emu mal ausprobieren möchte (man findet das Spiel überall im Netz), hier ein Tipp: mit den alten Zügen kann man schwarz fahren. Bevor der Zug losfährt, tutet er zweimal und dann zischt er. Kurz nach dem Zischen einsteigen und los gehts…

Weitere Infos
Agent USA bei Mobygames
Agent USA bei Classicgaming

Die Kategorie Singleplayer

von humbug in der Kategorie Single Player 
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