Endlich…war es wieder soweit. Ein Wochenende nur Abhängen, Quatschen und Zocken ohne über den Alltag nachzudenken. Hummac-Weekends sind Inseln der Kindheit, obwohl wir schon uralt sind. Man merkt nicht so viel Unterschied zwischen den Weekends der heutigen Zeit und denen, die zu unserer Schulzeit stattfanden. Egal ob die Sitzordnung (leicht schräg versetzt an einem Tisch gegenüber), die Verpflegung (Humbug’s Mutter kochte mal wieder Leckereien), die gewöhnlichen kleinen Probleme oder die üblichen Gespräche über das schöne Wetter (und dass wir doch großes Glück haben, drin sitzen und zocken zu können), alles war wie an jedem Hummac-Weekend.

Hummac-Weekends mit LAN gehen immer sehr schnell vorüber, daher ist es immer eine schöne Abwechslung, wenn wir ein ganzes Wochenende nur für uns und unsere Spiele haben. Aber dieses mal war alles etwas anders. Wir hatten geplant Borderlands, OpenTTD, evtl. Diablo2 und Call to Power 2 zu spielen und KURZ mal in Minecraft reinzuschauen. Nachdem wir die traditionellen Netzwerk-Probleme (*Fanfare* anhand der Windows-Problemlösung!!!!!!!!) gelöst hatten, begannen wir mit einer Minecraft-Partie zu zweit im „Koop“ auf einem lokal erstellten Server. Das Spiel zog uns direkt in seinen Bann, bis wir Freitag Nacht aus Vernunftgründen (wegen des Samstags) glockenwach gegen 04.00Uhr ins Bett gingen. Üblicherweise müssen wir uns mit zwischengeschobenen Mario-Kart-64-Kicks für etwa eine weitere Stunde  wach halten, Minecraft hat uns aber einfach so in den Bann gezogen, dass wir gar nicht müde werden wollten.

Das Spiel zog sich durchs ganze Wochenende, obwohl wir es zwischendurch als „zu umfangreich“ beendet hatten und wir uns schon damit abgefunden hatten, dass Minecraft doch nichts für unsere Wochenenden sei. Die Zeit nach diesem ‚Abschied‘ von Minecraft verbrachten wir mit (geilen) Stunden unserer Call to Power – Partie. Wir kehrten aber immer wieder zu Minecraft zurück, obwohl das Spiel sich im Groben nur um die Erforschung der Umgebung, dem Abbau von Rohstoffen und der Verwendung dieser zum Bau von Häusern usw. dreht, während man von verschiedenen Monstern genervt wird. Aber es macht, gerade zu zweit, verdammt viel Spaß. Gemeinsam zu planen, zu buddeln und zu erschaffen, ist schon speziell.

Wir hatten den Beamer und das N64 aufgebaut und (zwischen Minecraft) so einige Partien (wie immer bis einer 5 gewonnen hat) Mario Kart 64 (Battlemode BlockFort) gespielt. Hammer, unglaublich spaßig, Evergreen.

Doch wir wollten seit langem auch ‚mal wieder eine Partie Super Tennis auf dem SNES spielen, ebenfalls ein Klassiker der Hummac-Weekends. Eigentlich bestehen alle Wochenenden nur aus Klassikern und manchmal wird ein neues Spiel ganz schnell zum Klassiker, wie Minecraft an diesem Wochenende. Um Super Tennis spielen zu können begaben wir uns also gegen Mitternacht in den Kabuff. Der Kabuff ist ein kleiner Abstellraum unter der Dachschräge, der bis fast an die Tür vollgeräumt ist mit Kram. Unter anderem stehen dort (natürlich schwer zugänglich) mehrere große Umzugskartons mit Aufschriften wie PC, C64 oder SNES.

Nachdem wir uns beide zwischen Kisten und Kartons bis in die fast letzte Ecke des Kabuffs gegraben hatten wurde das Super Tennis – Modul relativ schnell gefunden (außerdem eine ganze Tüte voller original verpackter AAL-Bänder, ein mit ganz besonderen Erinnerungen verbundenes ‚Kleidungsstück‘), das SNES-Gerät selbst war weit und breit nicht zu sehen. Erst kurz vor der Aufgabe fanden wir den Karton in der aller hinterletzten Ecke des Kabuffs und in diesem Moment fühlten wir doch mal so etwas wie ‚Alter‘ weil wir uns so weit in dem doch etwas engen Kabuff verrenken mussten um die gesuchten Sachen zu erreichen. Soweit so gut. Beim Anschluss des SNES mussten wir aber feststellen, dass das Netzteil nicht funktionierte. Also wieder zurück in den Kabuff und unter diesen extremen Bedingungen weitersuchen, bis wir ein Erstatz-Netzteil gefunden hatten. Aber auch das funktioniert scheinbar nicht bis Humbug feststellte, dass die Power-Leuchte sich an der FRONT des Gerätes befindet und nicht auf der Oberseite. Mit solch kleinen Problemchen haben wir schon öfter wertvolle Zockzeit an Wochenenden totgeschlagen.

Also endlich Super Tennis, ein weiterer Evergreen im Hummac-Universum. Wir sind zwar auch beide schon einmal bei diesem Spiel eingeschlafen und jeweils vom gegnerischen „Plop“ des Schlagsounds erst wieder aufgewacht, aber an diesem Wochenende lieferten wir uns einige spannende Partien. Das SNES verstauten wir am Ende des Wochenendes dann leichter zugänglich in der ‚roten Kiste‘ im Hummac’schen Schlaf- und Zockzimmer, damit wir es immer wieder schnell vorkramen können.

Es war wieder ein geniales Wochenende, mit Minecraft als neuem Highlight. Mal sehen, wie lange es uns kickt und ob es das Zeug zum Hummac-Klassiker hat. Das nächste Wochenende und die nächste Hummac-Night sind schon terminiert.

Hummac-LAN-Weekend 11/2011

von mac in der Kategorie Hummac-Events 
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Hummac hat zur LAN gerufen und alle sind gekommen. Unser Grandpa (Sven) mußte zwar von den anderen Teilnehmern dezent zur Teilnahme überredet werden (die alten Knochen…), aber bereut hat er es sicher nicht.

Ein Hummac-LAN-Weekend beginnt aber Freitags erstmal wie ein normales Hummac-Weekend. Humbug und Mac reden über alles und nichts und planen grob das Wochenende und bereiten den Hummac-Zockraum vor: PCs, Bildschirme, Tastaturen, Mäuse, Kabel und vieles mehr werden in die heilige Hummac-Halle geschleppt und aufgebaut. Wenn Humbug sich vom ordnungsgemäßen Zustand von Macs Games überzeugt hat (Mac vergisst gerne mal das komplette Arsenal an Spiele-DVDs, wie diesmal Borderlands), kann es langsam losgehen.

Den Freitag Abend verbrachten wir mit der Fortsetzung unserer Diablo2-Partie. Allerdings trauten wir zunächst unseren Augen nicht, da unsere Chars zwar noch auf dem Battlenet-Server gespeichert, aber scheinbar „abgelaufen“ waren. Irritiert fingen wir also neu an und waren kurz drauf direkt wieder voll dabei, keine Spur von Langeweile oder Frust. Erst nach dem Wochenende, als wir Diablo 2 übers Internet weiterspielten, stellte sich raus, dass wir die abgelaufenen Char auch wieder hätten aktivieren können. Vollkommen egal.

Samstag an einem Hummac-LAN-Weekend bedeutet auch Vorbereitung der heiligen LAN-Hallen: Stromkabel werden verlegt, Tische und Stühle von der Terasse, aus der Küche und der Garage in den LAN-Zockraum, der zwei Etagen tiefer liegt als der Hummac-Zockraum. Wie sonst (meistens) mussten Zockplätze für insgesamt 12 Leute aufgebaut werden.

Die ersten Leute trudeln am frühen Nachmittag ein und belegen die besten Plätze. Alles wird verkabelt und die ersten Testspiele werden gezockt. Dank des Hummac-LAN-Anwalts danta, der vor der LAN noch eine Abmahnungswelle androhte für nicht vorinstallierte Spiele, hielten sich die Vorbereitungen bei den Zockern in Grenzen auch wenn doch wieder einige USB-Sticks (mit Patches) die Runde machten. Wie immer wurde begeistert Counterstrike gespielt. Der Comicshooter Team Fortess 2 und seine coolen Multiplayer-Modi wurde zwischendurch immer wieder gezockt und war eine nette Abwechslung. Zum Geheimtipp entwickelte sich Archon (C64) auf dem Arcade-Automat, der in der Hummac-Küche residiert. Wer Archon kennt weiß, dass es mehr Adrenalin freisetzen kann, als 10 Headshots in Counterstrike hintereinander. Viele kannten Archon noch von früher und ständig war der Arcade-Automat belagert. Selbst beim Zugucken entwickelt sich eine gewisse Spannung, man bleibt einfach dabei und schaut weiter zu. Es wurde geschrieben, gejubelt und sich schwarz geärgert.

Am Sonntag klingt das Wochenende traditionell ruhig aus. Morgens schauen wir mal in ein Game rein welches wir an den Wochenenden immer wieder mal zocken, diesmal Borderlands welches Mac dank Zik und seiner Borderlands DVD doch noch spielen konnte. Gegen Mittag ist dann traditionell OpenTTD an der Reihe, doch diesmal entschieden wir uns gegen OpenTTD und für Civilization – Call to Power, auch ein absoluter Klassiker bei den Hummac-Weekends. Genial!

Und wie immer fliegt die Zeit dahin und es fällt schwer aufzuhören. Irgendwann am Nachmittag beginnen dann die Aufräumarbeiten während nebenbei immer wieder mal ein Zug in Call to Power gemacht wird, bis wir dann in einem schwachen Moment doch speichern und die PCs abbauen. Ein superspassiges Hummac-LAN-Weekend ging zu Ende und zurück blieb eine Art Phantomschmerz, der noch 2-3 Tage anhielt und danach durch die Vorfreude auf die nächste Hummac-Night oder das nächste Weekend abgelöst wurde.

Ein geniales Detail am Rande. Wir haben beschlossen, dass wir mindestens an zwei getrennten Terminen in einem Monat jeweils minimal zwei Stunden am Stück (übers Internet) zusammen zocken müssen, ansonsten kostet es jeden 50,- Euro auf das Hummac-Konto. Wir werden berichten wie es läuft.

Nachlese zum Hummac-Weekend 02/2011

von humbug in der Kategorie Hummac-Events 
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Es war mal wieder Zeit für ein Hummac-Weekend, diesmal ohne LAN. Dieses Mal hatten wir viel vor, denn in diesem Jahr feiert Hummac sein dreißigjähriges Jubiläum – unglaublich. Als Mac am Freitag Abend ankam wurden erstmal neue Sticks in den Arcade-Automaten eingebaut. Danach haben wir erstmal ordentlich gezockt und die Sticks getestet.Das Ergebnis war…durchwachsen. Das erhoffte Aha-Erlebnis in Sachen präziser Steuerung blieb aus obwohl es mit die besten Arcadesticks (LS32-01 von Seimitsu) sind die man angeblich kaufen kann. Für reine 4-Wege-Arcadespiele sind sie sicherlich die beste Wahl, viele unserer Favoritenspiele (z.B. Archon auf dem C64) benötigen jedoch zwingend 8-Wege (die Diagonalschüsse!!). Spaß hatten wir trotzdem und so verzögerte sich der klassische Hummac-Zock-Freitag um 2-3 Stunden. Nach dem Aufbau im großen Hummac-Zockraum mussten erstmal Borderlands, Diablo II Lord of Destruction und Call to Power 2 installiert werden. Während der Installation spielten wir ein wenig Mario Kart im Battlemode (Block Fort!) auf dem Beamer.

httpv://www.youtube.com/watch?v=MOYvrWUD8oE

Danach war die Zeit doch schon fortgeschrittener und Humbug entschloss sich noch am Freitag sein wohlgehütetes Geheimnis im Kabuff der Hummac-Etage preis zu geben. Mit dem Hinweis irgendetwas zu suchen lockte Humbug Mac in den Kabuff, besser beschrieben als kleine Hummac-Schatzkammer unter einer Dachschräge in die man durch das Bad kommt. Fast alle Schätze der Hummac-Zeit sind dort gelagert. Humbug drückte Mac ein paar Kisten zum Durchsuchen in die Hand bis Mac in einer kleinen Kiste vier DVD-Hüllen mit der Bezeichnung ‚Hummac-DVD‘ fand, durchnummeriert von I bis IV. Nach einem kurzen Moment raffte Mac, dass es sich dabei wieder einmal um eine ziemlich geniale Sache handelte. Humbug hatte so ziemlich jeden verwertbaren Video- und Foto-Schnipsel der Hummac-Sessions seit dem Jahr 2000 auf 10 DVDs gepackt und mit Menüs, Musik und Titeln versehen. Es ist schon lange üblich, dass bei Hummac-Sessions gefilmt und geknipst wird, früher mit VHS-Kamers, heute mit iPhone und Android-Smartphone.

Jetzt war Mac auch klar warum Humbug die PS2 als DVD-Player neben Leinwand, Beamer, Gamecube und N64 in die Hummac-Zockräume mitgebracht hatte. Natürlich wurden sofort einige DVDs eingelegt und die ersten besser versunken gehofften Beweisvideos und Fotos führten zu Lachanfällen bei uns. Titel wie ‚Levelbau, Pianokauf und Guildo‘, ‚Weekend mit LAN und Mr. Hümbüg‘ oder ‚Hinten rein filmen‘ sagen eigentlich schon alles, aber nicht was der Leser jetzt an dieser Stelle vermuten würde. An einige Dinge konnten (und/oder wollten) wir uns nicht mehr erinnern und diese führten eigentlich nur zu noch mehr Gelächter. Ein absolut geniales Geschenk, Hummac für überall. Wer wünscht sich nicht einige seiner schönsten Erinnerungen so geil verpackt?

Am Samstag morgen ging es zum Jubiläumsbesuch in unsere alte Schule. Den Hausmeister (immer noch derselbe, wohl ein Kollege von Space Janitor Mac) hatten wir mit einer guten Flasche Sekt für den Generalschlüssel bestochen. Wir tauchten damit wieder in die Welt ein, die wir über zwanzig Jahre nicht mehr betreten hatten. Es war ein surreales Erlebnis durch die alten Gänge zu gehen und die Erinnerungen auf einen einwirken zu lassen.
Um sich auf die Schule einzustimmen gingen wir einen kleinen Weg den wir früher auch oft zur oder von der Schule gegangen waren. Dieser führte an einem Bach vorbei und Erinnerungen u.a. an die ersten amourösen Abenteuer von uns mit dem anderen Geschlecht kamen auf. Äußerlich hatte sich die Schule nicht viel verändert, nur eine neue Turnhalle an Stelle der alten und ein kleiner Bau ließen einen Unterschied erkennen.
Nach genau 30 Jahren den Klassenraum zu betreten an dem wir uns kennen lernten ist schon was Besonderes. Interessant war, dass sich der Raum nur durch neue Stühle und eine andere Wandfarbe von dem uns bekannten Raum unterschied, selbst die Tische waren noch die gleichen. Leider konnten keine Artefakte auf den Tischen einem von uns zugeordnet werden. Weiter ging die Reise durch die schulische Laufbahn durch die gemeinsame 7. Sitzenbleiberklasse und weiter bis zu den Bio-, Physik und Chemieräumen. Auch wenn der letzte Schultag über 20 Jahre zurückliegt kam es den beiden vor als wären sie vor ein paar Monaten dort noch zur Schule gegangen.

Nach dem wir wieder in den heiligen Zock-Hallen angekommen waren, begaben wir uns an das (Geheim-)Projekt „Irata“. Endlich ist der Startschuss gefallen. Nach drei Stunden hatten wir die Ergebnisse unserer erster Session vorliegen und wir waren sehr zufrieden. Auch wenn es wahrscheinlich noch ca. ein Jahr dauert bis das „Baby“ das Licht der Welt erblickt – die Vorfreude ist groß. Danach ging es ENDLICH ans konstante Zocken.

Mac hatte natürlich sein Borderlands-Savegame des letzten Weekends nicht auf der Dropbox gesichert, daher mussten wir quasi von vorne anfangen. Er gelobte Besserung – das ist nun sicherlich auch einfacher, da ein „alter“ Windows-PC der Firma nun zum Mac-Rechner umfunktioniert wurde und einfach mit allen Spielen installiert stehen bleibt. Ein Mac-PC sozusagen. Nach knapp zwei Stunden Borderlands begaben wir uns an Call to Power 2 das wir schon einige Zeit nicht mehr gezockt hatten. Es zog uns direkt in seinen Bann. Entdecken, siedeln, kämpfen – der Civilization-Virus greift immer.

Nachts um zwei waren wir dann wieder so müde, dass nur das „Du bist dran“ – Klingeln des Spiels einen weckte. Der eine schlief, der andere zog. Immer wieder fielen den beiden die Augen zu während der andere zog. Und manchmal half auch das „Du bist dran“ – Klingeln von Call to Power 2 nicht mehr und einer der beiden musste den anderen dezent daran erinnern, dass er an der Reihe ist.

ctp2.jpg

Den Sonntag begannen wir nicht wie sonst üblich direkt mit OpenTTD sondern mit einer Runde CTP2 und Borderlands bis zum Essen, das Humbugs Mutter wie die Tradition es seit fast 30 Jahren verlangt, gekocht hatte. Danach ging es endlich mit OpenTTD los, aber eigentlich doch nicht. Mac gefiel die Karte nicht und es wurde kurz entschlossen eine neue begonnen. Und wie üblich wurde gespielt und gespielt und gespielt und die Zeit völlig vergessen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=WkIRwKLpRew&feature=related

Am späten Nachmittag begannen dann die Aufräumarbeiten während nebenbei noch OpenTTD lief. Und als es dann schon fast langsam dunkel wurde war alles aufgeräumt und Mac machte sich auf den Weg nach Hause. Bis zum nächsten Mal…

The Sentinel

von mac in der Kategorie Single Player 
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Hektik kommt auf! Ich stehe in einer Schlucht, weiß der Wächter wird mich gleich sehen. Ich sehe, dass er sich nur noch wenig drehen muss bis er mich sieht. Es gibt auf die Schnelle aber keinen Ausweg, es fehlt an Energie. Ich höre wie sich der Wächter dreht. Schnell einfach nur ein Stück weiter und etwas Zeit schinden,vielleicht finde ich ein paar Bäume zum absorbieren, etwas Energie um aus der Schlucht zu kommen. Der Alarm! Er hat mich gesehen und absorbiert meine Energie…

So oder so ähnlich verlaufen die Level in The Sentinel. Es gab einige Spiele mit diesem Namen, ich rede vom 1986 bei Firebird erschienen Spiel für die damals bekannten Homecomputer wie C64, Schneider CPC und so weiter. Später wurde es auch für Amiga, Atari ST und den PC umgesetzt. Konsolenversionen gab es nur wenige wegen der etwas umfangreicheren Steuerung die ausschließlich über die Tastatur erfolgt.

Eigentlich ist The Sentinel ein modernes Versteckspiel bei dem es darum geht den Wächter zu absorbieren bevor er Dich absorbiert. Die Welt besteht aus einer dreidimensionalen großen schachbrettähnlichen Landschaft mit Bergen und Tälern in der man selbst mit seinem Robotor irgendwo im Tal startet während sich The Sentinel, also der Wächter, irgendwo weit oben um seine eigene Achse dreht und so immer einen Bereich der Landschaft überblickt. Wenn er freien Blick auf euren Roboter hat ertönt bei euch Alarm und Ihr verliert langsam Energie die vom Sentinel absorbiert wird. Jetzt heißt es so schnell wie möglich verschwinden und das geht nur mit Energie. Mit Hilfe von Blöcken könnt Ihr euren Roboter aus dem Tal bekommen indem auf den Block ein Roboter gebaut wird.

Das Energieprinzip wird in The Sentinel vollständig eingehalten. Die Energie in einer Welt bleibt immer gleich, sie taucht nur in verschiedenen Formen auf. Blöcke, Roboter und Bäume können  absorbiert und auch wieder erstellt werden.

Zu Beginn absorbiert man also zuerst mal Bäume um sein Energiekonto aufzufüllen. Dann arbeitet man sich im dreidimensionalen Gebirge mit Hilfe von Blöcken nach oben. Das alles natürlich immer unter Berücksichtigung des Wächters der Dich jederzeit erspähen kann.

Hat er Dich erstmal gesehen heisst es verschwinden. Einen Roboter bauen und hinein beamen und sehen was noch vom vorherigen Roboter übrig ist, auch diesen kann man durch Absorbieren in Energie verwandeln.

Ist man endlich hoch genug wird der Wächter absorbiert. Dabei muss man so hoch sein, dass man die Bobenplatte auf der der Wächter steht sieht. Nur dann kann man ihn absorbieren. Um den Level abzuschliessen wird ein Roboter auf der Wächterplattform erstellt und sich hineingebeamt. In späteren Levels gibt es auch mal mehrere Wächter die zwar nicht alle absorbiert werden müssen, aber das Hocharbeiten zum Oberwächter erschweren. Außerdem ist jeder Wächter auch Energie.

Die Steuerung von The Sentinel ist etwas komplexer und erfolgt komplett mit der Tastatur. Man steuert dabei nicht seinen eigenen Roboter sondern die Ansicht aus der Ego-Perspektive. Mit einem Fadenkreuz wählt man eine Plattform aus auf der man Blöcke und Roboter mit bestimmten Tasten erstellen möchte und beamt sich wieder mit einer Taste in diesen neuen Roboter.

Ich habe The Sentinel früher auf einem Schneider CPC gespielt und war begeistert und bin es auch heute noch, auch wenn ich nicht genau sagen kann was so faszinierend an The Sentinel ist. Mir macht es einfach Spaß mich durch bauen und absorbieren durch die 3D-Landschaft zu bewegen und mich zum Sentinel hoch zu arbeiten immer unter dem Druck jeden Moment entdeckt zu werden. Man schaut gelegentlich zum Sentinel hoch um zu sehen ob er sich nicht gleich zu einem selbst dreht. Manchmal muss man erst einige Bäume absorbieren um genug Energie zu haben um auf die nächste Gebirgsebene zu kommen. Und manchmal muss man sich einfach retten so schnell es geht bevor The Sentinel die letzte Energie absorbiert.

Ich finde The Sentinel heute wie damals spannend. Es hat einen hohen ‚Nur noch ein Spiel‘-Faktor. Und deshalb muss ich jetzt noch ein Spiel machen. Naja, vielleicht auch zwei…

Nachlese Hummac-Weekend am 16.10.2010

von humbug in der Kategorie Hummac-Events 
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Freitag

Das erste Hummac-Weekend seit mehreren Monaten erfüllte mich voller Vorfreude. Endlich mal wieder nur abhängen, zocken und mit Mac über sinniges und unsinniges Zeugs quatschen. Hummac-Weekends sind Jahreshighlights. Mac kam Freitag gegen Spätnachmittag zu mir und wir haben erstmal gequatscht. Vor allem über unser Projekt Irata, über das ich aber hier nicht mehr erzählen werde. Irgendwann werdet Ihr hier an dieser Stelle davon lesen und wir sind voller Vorfreude darüber. Es ging um die Vogonen, Privatzeugs und um all‘ das, was wir uns für das Wochenende vorgenommen hatten – schließlich war es ein Hummac-LAN-Weekend. Wir bezogen also wie immer den größten Raum der Ferienwohnung und mit jeder Stunde die verging wurden wir im Kopf jünger und jünger. Der Alltag verlor immer mehr an Bedeutung und es ging nur noch ums Zocken und unsinniges Zeugs quatschen.

Wir starteten ins Wochenende traditionell mit Problemen. Immer ist irgendwas. Es gab schon Hummac-Weekends an denen wir fast komplette zwei Tage nur rumkonfiguriert haben – was in der Retrospektive auch cool war. Diesmal haben wir es aus unerfindlichen Gründen nicht geschafft Diablo2 ins Laufen zu bekommen, das wir uns frisch im Battlenet gekauft hatten, um es im Koop durchzuspielen. Mac lud es mehrfach neu runter, aber es wollte einfach nicht. Also begaben wir uns direkt an das Backupspiel für den Freitag Abend: Borderlands. Ein endzeitlicher Koop-Shooter mit Rollenspielelementen, der auf einem fremden Planeten spielt. Das Spiel hat uns von Anfang an gefesselt, obwohl es primär ums Ballern geht. Also wenig Rätsel und Team-Knobeleien wie beim guten alten Castle of Dr. Creep auf dem C64. Aber die Comicgrafik, die atmosphärische Welt und das Spielerlebnis zu zwei war dicke genug um uns bei der Stange zu halten…bis die Augen schwer wurden. Glücklicherweise kann man das Spiel speichern und später zu zweit an der gleichen Stelle weiterspielen. Es wird uns wohl noch ein paar Hummac-Sessions begleiten. Irgendwann gegen 02.00 Uhr schlossen wir den Freitag mit tief hängenden Augenlidern ab und begaben uns in den wohlverdienten Hummac-LAN-Vorbereitungsschlaf.

Samstag

Borderlands war direkt nach dem Frühstück wieder Thema, es hatte uns schon ziemlich gekickt. Bevor wir die heiligen Hummac-Hallen für die LAN vorbereiteten, wurde erstmal noch etwas Endzeitstaub geschluckt und ein paar spassige Schwachmaten-Quests im Koop erledigt – die rasanten Fahrten zu zweit im Jeep inklusive, einer rast, der andere ballert.

Dann mussten wir aber doch loslegen. Arbeitsplatten als Schreibtische aufbauen, Steckerleisten verteilen, Netzwerkkabel an die Zockplätze legen…usw. Hummac-LANs waren bisher immer relativ gut vorbereitet. Die geschätzten Stammgäste müssen nur noch Ihren Rechner an Ihren Platz stellen, einstöpseln….gelegentlich Windows neu installieren…und loslegen. So gegen drei Uhr trudelten dann die ersten Sniper-Opfer ein. Zu einem der ersten gehörte mein ehemaliger Kommilitone Timo, der mit der Trier-Fraktion zusammen durch die Tür kam und nach der ersten Begrüßung unglaublicherweise verlauten ließ, dass er seit S I E B E N Jahren nicht mehr dabei gewesen sei. Das war für mich fast nicht zu glauben, wie schnell dann doch die Zeit vergeht.

Die Hummac-Lan hat sozusagen eine Stammcrew und die freien Plätze (wenn mal jemand absagt), sind von neuen Leuten sehr begehrt und wir müssen aus Platzgründen oft absagen, aber ehemalige Mitglieder der Stamm-Crew wie Timo, dürfen immer wieder kommen – egal wie voll die LAN schon besetzt ist. Noch so ein Kandidat war Patrick („der Kuläsch“), der nach zehn Jahren das erstmal wieder einer LAN beiwohnte. Über beide habe ich mich sehr gefreut und hoffe, dass sie nun wieder regelmäßig dabei sein werden.

Zur LAN selbst gibt es mal wieder nur zu sagen: Genial! Irgendwie schafft es die Truppe immer wieder einen super Abend draus werden zu lassen. Was gespielt wird ist eigentlich relativ nebensächlich. Klar, die üblichen Verdächtigen müssen und sind auch immer dabei. Aber was die Hummac-LAN so besonders macht ist, wie gestandene Männer zwischen 30 und 40 bei einem Spiel Oldie wie Flatout 2 plötzlich wieder zu 15jährigen Teenies mutieren. Schreiend, gröhlend, vor schadenfrohem Lachen nach Luft schnappend – wenn jemand Unbeteiligtes während der Hochphase eines Rennens den Raum betreten würde, fiele er rückwärts wieder raus. Der ganze Raum ein Tollhaus – unfassbar spaßig, Jahr für Jahr.

Es gab natürlich wieder Chili-Nudeln um Mitternacht – eine Tradition, die seit Beginn der Hummac-Lan vor gut zehn Jahren gepflegt wird und viel heissen Kaffee. Außerdem kommen auch die Geek-Gespräche zwischen den Kopfschüssen nicht zu kurz. Alle kennen sich mittlerweile und genießen das Wiedersehen, da sich manche der Leute auch nur zu diesem einen Termin wieder treffen. Es wurde dieses Jahr nicht ganz so lange wie sonst, um ca. halb vier in der Früh wurden die Rechner eingepackt und die Tore der Hummac-LAN vorläufig geschlossen.

Sonntag

Der Sonntag gehört traditionell Transport Tyccon, bzw. mittlerweile OpenTTD. Transport Tycoon ist eine genialeTransportunternehmens-Simulation von Chris Sawyer. Seit ich zurückdenken kann spielen wir Transport Tycoon an jedem Sonntag eines Hummac-Weekends. Die begleitenden Rhytmn-Blues-Jazz-Rhytmen sind so in mein Hirn gebrannt, dass ich sogar noch *die* Töne genau kenne (und höre), an denen meine damalige Soundblaster Pro Song für Song verzweifelt ist.  OpenTTD ist ein Open-Source-Projekt, das Transport Tyccon von Grund auf neu aufbaut – und die Leute machen einen Spitzenjob. Stundenlang legen wir Schienen und entwerfen komplizierte Signalkombinationen (vor allem Mac), bauen Busstationen und suchen die Karte nach neuen lukrativen Möglichkeiten ab. Jeder für sich und doch zusammen – den Konkurrenzgedanken haben wir vor ein paar Jahren aus einem fahrenden Zug geworfen. Es ist eher vergleichbar mit Schienensysteme bauen und Kohle scheffeln um noch größere Schienensysteme zu bauen – wie Modelleisenbahn. Absolut genial. Wir schaffen es nie aufzuhören, Stunden gehen ins Land während sie verfliegen, im Raum hört man eigentlich nur die monotonen Gamesounds, Knabberzeug-Geschmatze und eben die Jazzmusik. Das ist das Phänomen Hummac in seinem innersten Kern 😉

Irgendwann haben wir dann doch den Absprung geschafft und Mac beendete mit seiner Abfahrt dieses Hummac-Weekend. Ich freue mich schon sehr auf das nächste…

Hummac-Night mit Left4Dead

von humbug in der Kategorie Hummac-Events 
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Zombiehatz vom Feinsten – das versprachen wir uns von Left4Dead in kleiner Runde. Mac war seit längerem mal wieder zu einer Hummac-Night gekommen und wir entschlossen uns, statt zu zweit an „Baldurs Gate – Dark Alliance“ weiterzuspielen, endlich mal mit Heiko und Holger Left4Dead anzuspielen. Wir hätten uns bei einer Hummac-Lan schon längst dem Zombieshooter angenommen, allerdings sind die Teilnehmer am Koop-Modus begrenzt, so gingen wir nur zu viert auf die Jagd bzw. auf die Flucht. Denn in Left4Dead flieht man gemeinsam mit seinen Mitspielern durch eine fiktive Stadt vor Zombiehorden. Es gibt unterschiedliche Zombiegegner, die sehr im Schwierigkeitsgrad variieren. Am meisten Probleme hatten wir am Ende des Kapitels (wen wundert’s) in dem wir eine gewisse Zeit den Zombiehorden standhalten mussten, bevor der rettende Hubschrauber uns in Sicherheit brachte. Es benötigte einige erfolglose Anläufe mit verschiedenen Taktiken bis jemand auf die Idee kam, dass wir uns zu viert in einen winzigen Raum quetschten und die Gewehrläufe alle auf den Türeingang richteten – das hat funktioniert. Die Leichenberge der Untoten waren episch.

Hersteller Valve kennt sich mit gut inszenierten Shootern aus, nicht umsonst ist HalfLife 2 einer der bekanntesten und besten. Obwohl wir alle nicht mehr sehr im Training sind was Shooter angeht, hatten wir alles in allem relativ wenige Probleme. Der Frustfaktor war kaum vorhanden. Wir hatten in den gut 5 Stunden in denen wir uns durch die ersten beiden Kapitel Mercy Hospital und Die U-Bahn kämpften viel Spaß.

Die letzten drei Kapitel werden wir uns wohl Anfang nächsten Jahres in einer weiteren Mini-LAN vornehmen. Ich freu’ mich drauf.

Weitere Infos:
http://www.hlportal.de/?sec=l4d&site=campaigns

Adventure (VCS Atari 2600)

von humbug in der Kategorie Single Player 
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Mein erstes Videospielsystem war, mal abgesehen von dem klassischen TV-Pong mit den Drehreglern, ein VCS 2600 von Atari. Es war noch die Ausgabe mit einer Holzblende an der Front. Und „Adventure“ war wohl das Spiel, das erstmals meinen Hunger nach Rollenspiel, Abenteuer und klingenden Schwerter entfachte, stillte und gleichzeitig noch größer machte.

Die Story ist klassisch: der Goldene Kelch des Königs wurde von einem bösen Magier aus dem goldenen Schloss entwendet. Unser Held, dargestellt als fürchterlich eindrucksvolles…Quadrat, hat die Aufgabe den Kelch zurückzubringen. Es gibt einige Hürden, die sich dem Held auf der Suche nach dem Kelch in den Weg stellen. Labyrinthe, stockdunkle und sich verändernde Räume und vor allem drei Drachen. Diese unterscheiden sich in der Farbe und in ihrer Gefährlichkeit: Yorgle (gelb), Grundle (gün) und der angsteinflößende Rhindle (rot).

Im Land von Adventure gibt es verschieden farbige Schlösser, sprich Burgen. Diese zu Öffnen ist vorrangiges Ziel, da dort wichtige Dinge versteckt sind. Zum Beispiel ein Schwert zum Töten der Drachen, eine Art Brücke mit der man durch Wände gehen kann um Hindernisse oder Labyrinthe zu überwinden und natürlich der goldene Kelch selbst. Die Schlüssel für die Burgen sind überall verteilt und werden oft von einem der Drachen beschützt. Diesen (ohne Schwert) auszuweichen ist tricky, vor allem weil sie den Spieler in höheren Schwierigkeitsstufen auch verfolgen. Und wenn der Drache einen einmal richtig erwischt, tja, dann findet man sich im Bauch der Echsenhaut wieder und das war`s. Man düst also als mutiges Ritter-Quadrat durch die verschiedenen Gänge, Räume und Labyrinthe und versucht auf der Suche nach Schlüsseln, Schwert und dem goldenen Kelch den drei Drachen auszuweichen.

Ich kann nicht genau erklären, woher das Spiel seine Faszination nahm, die es auf mich ausübte. Ich denke, dass viel vom Spielspaß nicht durch reinen Konsum des Bildschirmgeschehens in meinem Kopf abgelaufen ist. Es war schon immer ein großer Vorteil in meiner Video- und Computerspielgeschichte, dass mindestens 50% des Spielspaß durch meine eigene Phantasie erzeugt wurde. Auch bei großen Titeln wie der Baldurs Gate oder der Gothic-Reihe, baut sich um die Spielwelt in meinem Kopf vieles herum auf. Das hilft nebenbei auch oft Rätsel, Geheimnisse oder unkonventionelle, von guten Spielen aber auch oft unterstützte Lösungswege zu finden.

Auch wenn sich so mancher vielleicht schwer vorstellen mag, wie man sich in ein Spiel mit so einer Klötzchengrafik „fallen lassen“ kann, aber als 12-jähriger, ohne Videospielerfahrung, alleine mit seinem VCS 2600 und dem Modul Adventure in seinem Zimmer – das war toll. Und schon damals verstaubten Arcadehit-Module wie Space Invaders oder Asteroids neben Adventure im Regal.

Mit der genialen Wii und Ihrem Homebrewchannel habe ich mich wieder ausgiebigst Adventure gewidmet und musste festellen, dass es mittlerweile unzählige Hacks, Mods und sogar eine mehr oder weniger offizielle Fortsetzung für das Atari 5200 gibt. Auch für das iPhone ist mittlerweile eine Version erschienen. Über die unten stehenden Links findet Ihr Infos dazu.

Weitere Infos
Infos zu Adventure (inkl. Easter Egg)
Adventure in der Wikipedia
Adventure bei AtariAge
Adventure auf dem iPhone
Adventure II

Nachlese Hummac-Night vom 12.02.2010

von humbug in der Kategorie Hummac-Events 
Kommentare deaktiviert für Nachlese Hummac-Night vom 12.02.2010 

Am 18.02.10 war endlich wieder Hummac-Night. Mac kam gegen 18.00Uhr und wir quatschten erst mal 2-3 Stunden über Gott und die Welt. Nach dem Essen (Reispfanne mit Shrimps) tauschten wir ein paar Nintendo DS-Module aus. So fand‘ auch endlich Prof. Layton und das geheimnisvolle Dorf den Weg in den Schacht von Macs DS. Sicher gibt’s von uns dazu auch einmal einen Blogeintrag. Dann ging’s endlich ins Spielzimmer. Obwohl vorgeheizt, mussten wir die Extra-Wolldecken aus der roten Kiste nehmen. Gamecube auf, Baldurs Gate – Dark Alliance eingeschoben, zurückgelehnt und losgelegt. Die darauf folgenden Stunden schlugen wir uns durch Gegnermassen und Katakomben. Wir spielen Dark Alliance nun schon seit einigen Jahren im Koop. Wir sind uns nicht sicher wie lange, aber fünf sind es sicher. Mac spielt einen Bogenschießenden und Lanzeschwingenden Menschen, Humbug einen Zwerg. Aber gut, wenn man ein Spiel nur 2-3 Mal im Jahr ein paar Stunden spielt…

Es fühlt sich mittlerweile so an, als ob wir uns dem Finale nähern. Momentan kämpfen wir uns durch eine Art Turm, aus dem man nicht per Rückruftrank zum Händler darf – das riecht ganz stark nach Finale. Wir bemerkten dieses…Detail auch erst nach ca. 1,5 Stunden und mussten aufgrund mangelnder Heiltränke einen neuen Versuch von der letzten Speicherstation starten – das war auch eine gute Entscheidung. Wir deckten uns beim Echsenhändler gut ein und zogen erneut los. Wir liefen beim zweiten Versuch einen anderen Weg entlang und fanden direkt sehr gute Waffen und Ausrüstungsteile, die besten seit langem. Mit diesem neuen Equipment waren auch die teils doch heftigen Gegner leichter zu bewältigen. Irgendwann zu fortgeschrittenen Zeit stellte sich wieder das altbekannte Phänomen ein. Eine der beiden Spielfiguren lief unmotiviert gegen Wände, kämpfte nicht mehr und verhielt sich…sonderbar. Ein untrügliches Zeichen des bösen Sekundenschlafs, was bei uns immer wieder für viel Spaß sorgt. Wir haben vor ein paar Jahren einmal schlafend Super-Star-Tennis auf dem SNES gegeneinander gespielt und jeder wachte immer nur kurz durch den „plopp“-Sound des anderen auf um den Ball dann selbst wieder mit einem „plopp“ übers Netz zurückzuschlagen. Wir denken eben gar nicht daran bei Müdigkeit so früh aufzugeben, wenn wir uns so selten sehen. Die Müdigkeit ist nur ein weiteres Monster, dem man die Axt über den Scheitel ziehen muss. Zuerst war es Mac der schlapp machte, als er sein Tief überstanden hatte ging es bei mir los.

Irgendwann gegen 03.00Uhr entschlossen wir uns dann beim Wechsel in eine neue Ebene des Turms zu speichern und schlafen zu gehen. Wir haben lange durchgehalten und sind gut vorangekommen. Wir denken beide, dass wir auf der kommenden Hummac-Night den Abspann bewundern dürfen. Als nächstes werden wir uns dann wohl erst einmal wieder Indiana Jones auf der Wii wi(i)dmen, den zweiten Teil von Dark Alliance gibt es leider nicht für den Gamecube. Aber vielleicht findet ja mal eine Xbox den Weg ins Spielzimmer (ohoh jetzt bekomme ich Ärger), darauf könnten wir es dann zocken.

Kennedy Approach (C64)

von mac in der Kategorie Single Player 
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‚Delta four zero six, descend to two thousand feet.‘ kchchchk.
‚Roger!‘ kchchchchk.

Einfach geil diese Sprachausgabe, auch heute noch liebe ich sie und ohne diese würde ich dieses Spiel vielleicht gar nicht so oft spielen. Und dieses Spiel entspricht meinen Vorlieben in fast jeder Hinsicht.

In Kennedy Approach übernimmt man die Rolle eines Fluglotsen auf einem amerikanischen Flughafen. Neben einfach nur kreuzenden Flügen muss man auch die Starterlaubnis für startende Flugzeuge geben sowie Flüge zum Flughafen dirigieren und zur Landung freigeben.

Startbildschirm von Kennedy Approach

Startbildschirm von Kennedy Approach

Kennedy Approach hat nicht nur diese coole (und für einen 8-Bit-Homecomputer aus Mitte der 80er wirklich beachtliche) Sprachausgabe sondern auch eine einfache Steuerung und einen angenehm ansteigenden aber auch wählbaren Schwierigkeitsgrad. Ist am Anfang noch eitel Sonnenschein so kann in höheren Leveln auch schonmal ein Gewitter durchziehen, natürlich sollten die Flugzeuge nicht gerade durch diese Wolken gelotst werden. Auch Gebirge sollten nicht zu tief angeflogen werden, eine Kollision mit ihnen hat ebenfalls fatale Folgen.
Man mag sich fragen warum die Piloten nicht mitdenken sondern wie befohlen stur auf den Berg zudüsen anstatt einfach die Maschine hoch zu reissen, aber ehrlich gesagt ist mir das nicht wichtig denn woraus eine heikle Situation entsteht ist letzten Endes egal: ob die Maschine auf den Berg zurast und man versucht dieser im letzten Moment die rettenden Befehle zu geben oder der Pilot würde die Maschine hochreissen und damit wahrscheinlich einem anderen Flugzeug in die Quere kommen, das macht im Spiel keinen grossen Unterschied.

In den unteren Leveln spielt es sich noch locker bis zum Ende der Schicht, in den höheren kommt aber schonmal Hektik auf. Dabei bleibt alles meist sehr übersichtlich.

Spielszene aus kennedy Approach

Spielszene aus kennedy Approach

Weitere Tücken im Spiel sind z. B. auch Kerosinknappheit, angekündigt mit einem in meinen Ohren vorwurfsvollen ‚Delta four zero six, 2 minutes fuel‘. Dann sollte man sehen, dass diese Maschine baldmöglichst einen Flughafen ansteuert. Natürlich wirbelt das im schlimmsten Fall die gesamte Planung durcheinander und die vielleicht schon vorhandene Hektik weicht einer leichten Panik. Dann kann man nur noch hoffen, dass man die Sache schnell in den Griff bekommt oder dass die Schicht bald vorbei ist, soll doch der Kollege das Chaos bereinigen.

Kennedy Approach ist für mich ein zeitloser Klassiker. Der Schwierigkeitsgrad steigt angenehm an, die geile Sprachausgabe bei der das technisch vorhandene Rauschen in der 8-Bit-Zeit nur die Originalität steigert, die einfache Steuerung und das planerische Gameplay lassen mich auch heute noch immer wieder eine Runde Flugzeuge dirigieren.

Wer es selbst testen will kann es mit einem C64- oder Atari XL-Emulator tun, muss es aber nicht. Es gibt inzwischen eine fast originalgetreue Version für den PC in bester Homecomputer-Optik, inklusive (meiner Meinung nach gewöhnungsbedürftiger) Maussteuerung. Und das Beste: mit der Sprachausgabe der 8-Bit-Version.

Ich mag diese Fluglotsensimulationen sehr und habe nach Kennedy Approach viele andere getestet aber keines konnte es damit aufnehmen. Auch wer solche Spiele noch nicht gespielt hat sollte es sich mal ansehen, auch heute noch hat es viele Fans und auch einige ‚Neueinsteiger‘.

Weitere Infos
Kennedy Approach im C-64 Wiki
Kennedy Approach in der Wikipedia
Kennedy Approach Remake für den PC
Fluglotse für Palm OS

Das Ende ist nah…

von mac in der Kategorie Techtalk 
Kommentare deaktiviert für Das Ende ist nah… 

..das Ende meiner Warterei! Vor ein paar Monaten noch kam Panik auf: die Verlängerung meines Handy-Vertrages rückte immer näher, Anfang Januar würde ohne Aussicht auf ein würdiges Nachfolgegerät für meinen Treo 680 zum Ende der Welt. So groß sind meine Ansprüche doch nicht, oder doch? Ich bin doch immer noch sehr zufrieden mit meinem Treo und als langjähriger Palm-Sektenanhänger (ich bin reumütig zu Palm zurückgekehrt nachdem ich mal mit einem Zaurus fremdgegangen bin) und Vielnutzer der PDA-Funktionen und einiger ausgewählter Palm-Software ist ein Wechsel zu einem anderen OS praktisch ausgeschlossen. Wo bleibt das Hardwaretastatur-Multitasking-Einfachbedienung-Speicherkartenslot-
MP3Abspiel-PalmOSkompatible-Alles-in-einem-Gerät-Gerät von Palm?

Hum bezirzte mich mit seinem iPhone, überzeugen konnte er mich aber nicht. Die Bedienung und einige Ideen sind genial aber die Bevormundung durch Apple und die damit verbundenen Einschränkungen hard- und softwaretechnischer Art hoben diese Vorteile aus meiner Sicht wieder auf.
Android schien vorübergehend die Rettung zu sein, aber noch scheint das G1 zu sein wie Google selbst am Anfang: wie eine Beta und ausserdem zu vergooglet. Aus der ersten Begeisterung ist Ernüchterung geworden und der Januar rückte immer näher.

Es kam zu Verzweiflungstaten: der Kauf einer PocketPC-Zeitschrift. Glück gehabt, auch hier wurde ich nicht überzeugt.
Im Delirium des bevorstehenden Vollzugs der Vetragsverlängerung keimten Ideen auf die ich mir im Nachhinein nicht erklären kann: vielleicht ein HTC-Smartphone und dann PocketPC runter und da doch Android drauf? Zum Glück kam es nicht dazu! Ich würde jetzt vielleicht einen HTC-Klotz mit mir rumtragen der nur zur Hälfte funktioniert.

Die ersten realistischen Ãœberlegungen konnten sich dann doch noch durchsetzen: Vertragsverlängerung ohne neues Handy. Spart 10 Euro im Monat und ich kann jederzeit doch noch eines bekommen, natürlich nur mit Eisenkugel-Klausel: 24 Monate Vertragsverlängerung sobald ich mir ein neues Handy von Vodafone hole. Aber jemand der seit gefühlten 38 ein halb Jahren bei ein und dem selben Anbieter ist kann sowas nicht schocken.

Also noch Ende Dezember den Vertrag verlängert, natürlich ohne Handy, und nebenbei immer gespannter auf die CES in Januar gewartet, vielleicht geht mein Lieblings-PDA-Hersteller doch nicht den Bach runter? Könnte es sein, dass da vielleicht doch eine Ãœberraschung von Palm kommt? Ja und heute kann ich sagen: das Warten hat sich gelohnt und die Erwartungen wurden weit übertroffen!

PALM Pre ist meine Erlösung aus der Smartphone-Update-Klemme. Ok, der Pre erfüllt nicht alle meine Wünsche aber weit mehr als jedes andere Smartphone auf dem Planeten Irata. Das Liebäugeln mit dem iPhone hat eine Ende, der Palm Pre ist aus meiner Sicht das iPhone der nächsten Generation ohne die Apple-Hürden. Android adé, Palm hat das entwickelt was alle anderen beim iPhone-Abkupfern nicht hinbekommen haben.

Jetzt muss es nur noch in Europa auftauchen und das am Besten noch bei Vodafone und ich bin bereit jeden Vertrag mit Eisenkugel-Klausel zu unterschreiben.

Danke Palm!

Weitere Infos
Nicht Google sondern Palm baut den iPhone-Killer
Neues Palm-Smartphone: Pre und Contra

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